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Allianz zur Förderung synthetischer Kraftstoffe#
Wolfsburg/Brüssel - Am 7. März wurde die "Alliance for Synthetic Fuels in Europe (ASFE)" gegründet. Auf einer Konferenz in Brüssel, an der auch die EU-Kommissare Günter Verheugen und Andris Piebalgs teilnahmen sowie der österreichische Umweltminister Josef Pröll, entwickelten führende Automobilhersteller und Kraftstoffproduzenten ihre gemeinsame Vision von einer nachhaltigen Mobilität in Europa.
Die Gründungsmitglieder der Alliance of Synthetic Fuels in Europe (ASFE) - DaimlerChrysler, Renault, Sasol Chevron, Royal Dutch Shell und der Volkswagen Konzern – hoben die strategische Rolle der synthetischen Kraftstoffe bei der Bewältigung der Herausforderungen in den Bereichen Energie und Umwelt hervor. Die ASFE-Unternehmen sind übereinstimmend der Ansicht, dass synthetische Kraftstoffe den Einfluss des Straßenverkehrs auf die Umwelt durch eine verbesserte Energieeffizienz und den Einsatz saubererer Kraftstoffe verringern können.
Franz-Josef Paefgen, Generalbevollmächtigter Konzernforschung der Volkwagen AG, nennt die Ziele der ASFE: “Zu den Zielen der ASFE gehört die Förderung synthetischer Kraftstoffe und die Unterstützung einer Reihe von Aktivitäten auf dem Gebiet der nachhaltigen Mobilität. Dazu gehören die Forschung sowie Projekte, die die Vorzüge synthetischer Kraftstoffe aufzeigen, wie zum Beispiel Versuchsfahrzeuge, die Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen und die Entwicklung des öffentlichen Bewusstseins.”
Mit der steigenden Energienachfrage wächst auch die Besorgnis über die zukünftige Verfügbarkeit konventioneller Kraftstoffe. Es ist zwar wichtig, die Energieeffizienz zu verbessern und den Einsatz erneuerbarer Energien zu fördern, aber es ist ebenso wichtig, die alternativen Kraftstoffoptionen zu untersuchen, die es schon heute gibt. Von diesen alternativen Optionen sind die synthetischen Kraftstoffe besonders interessant, da sie eine Brücke darstellen können zwischen konventionellen Kraftstoffen und langfristigen Lösungen wie zum Beispiel Wasserstoff.
In einer Reihe von Gesprächen und einer Podiumsdiskussion werden die ASFE-Mitglieder ihr gemeinschaftliches Engagement zum Ausdruck bringen, den Einfluss des Straßenverkehrs auf die Umwelt durch verbesserte Motorentechnologie und sauberere Kraftstoffe zu reduzieren. Sie werden darstellen, wie synthetische Kraftstoffe zur Verbesserung der Energieversorgungssicherheit und zu einer nachhaltigen Zukunft im Verkehrs- und Transportwesen beitragen können.
Die Konferenz wird aufzeigen, wie die Automobilhersteller und Kraftstoffproduzenten gemeinsam an einer neuen Generation Motoren arbeiten, die durch den Einsatz von synthetischen Kraftstoffen eine weiter verbesserte Energieeffizienz und geringere Abgasemissionen aufweisen.
Synthetische Kraftstoffe können in vielen politischen Bereichen in Europa einen wertvollen Beitrag leisten – beim Kampf gegen die Klimaveränderungen, bei der Reduzierung des Energieverbrauchs, bei der Diversifizierung der Energielieferungen, zur Sicherstellung der Energieversorgung und zur Verbesserung der Luftqualität. Synthetische Kraftstoffe haben eine einzigartige und gleich bleibende Zusammensetzung und können daher zur beträchtlichen Senkung der Emissionen beitragen und die Entwicklung weiterer Motoren ermöglichen.
Über synthetische Kraftstoffe Synthetische Kraftstoffe sind eine neue Generation Kraftstoffe mit einem Gehalt an Schwefel und aromatischen Kohlenwasserstoffen nahe Null, die nach dem Fischer-Tropsch-Verfahren aus Erdgas (GtL), Kohle (CtL) oder Biomasse (BtL) hergestellt werden. Von den drei Verfahren ist GtL das kommerziell am weitesten entwickelte und bietet schon heute einen praktischen Alternativkraftstoff. Eine Reihe von Anlagen sind im Bau oder in der Planung und die Verfügbarkeit wird ab 2006 stetig steigen. Das BtL-Verfahren muss noch weiter erforscht und entwickelt werden, es besteht jedoch die Möglichkeit, innereuropäische Ressourcen einzusetzen.
Die mit synthetischen Kraftstoffen aus Erdgas verbundenen Treibhausgasemissionen sind vergleichbar mit denen der aus Rohöl hergestellten Kraftstoffe, während die Kraftstoffe aus Biomasse zu einer Reduzierung der Treibhausgase von bis zu 90% beitragen können. Da synthetische Kraftstoffe in reiner Form oder in Beimischungen in heutigen Dieselmotoren mit dem vorhandenen Vertriebs- und Tankstellennetz verwendet werden können, sind sie die kostengünstigste Lösung zur Verringerung der Abhängigkeit vom Erdöl. Synthetische Kraftstoffe können lokal erheblich zur Luftverbesserung beitragen, indem sie die Abgasemissionen (Feststoffpartikel, Stickoxide, Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffe) reduzieren.
Quelle: www.volkswagen.de
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